Kranken- und Pflegeversicherung: Einkommensabhängige Beiträge für Selbstständige – die Benachteiligung beenden!

Die ISDV unterstützt die Petition der VGSD zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.
Wer als Selbständiger gesetzlich versichert ist, zahlt bis zu 40% seines Einkommens an die GKV. Das ist mehr, als Angestellte und deren Arbeitgeber zusammen in das selbe System einzahlen (alle Details auf der Seite des folgenden Links).
Diese Ungleichbehandlung wollen wir mit der neuen Regierung stoppen. Deshalb helft mit, zeichnet die Petition und gebt uns die Power, die wir brauchen, um die Politik zu Gesprächen zu bringen und Veränderung zu bewirken.
Folgende weitere Parteien, Verbände, Firmen und Web-Plattformen unterstützen ebenfalls die Petition:
FDP, BDÜ, BDD, Webgrlls.de, Gruenderzuschuss.de, AGEV, Kontist, Exali.de, DaF/DaZ Bündnis Lehrkräfte, Aticom, Frau-Frei-und.de.
Unterzeichnen, teilen, unterstützen!
Hier der Link zur Petition:
https://www.vgsd.de/faire-beitraege/?nc

Ergebnisse aus drei Treffen zwischen der ISDV und Bündnis90/Die Grünen

Die ISDV traf sich in Berlin mit Katrin Göhring-Eckardt und Prof. Dr. Armin Nassehi.

Offenbach, 23.03.2017: Basty Duellmann, zweiter Vorsitzender der ISDV, hatte am 22.03.2017 Gelegenheit, mit der Fraktionsvorsitzenden der Bündnis 90 / Die GRÜNEN, Katrin Göring-Eckardt MdB, der Sprecherin für Kulturpolitik Ulle Schauws MdB, Tabea Rößner MdB als Sprecherin der Kreativwirtschaft (beide ebenfalls Bündnis 90 / Die GRÜNEN) sowie Prof. Dr. Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München zu sprechen. Anlass war ein parlamentarischer Abend des Arbeitskreises 5 der GRÜNEN Bundestagsfraktion in der Lobby des Bundestages. Thema des Abends war der Kampf für Kultur und die Frage, welche Freiheiten die Kreativität in der heutigen Welt braucht.

Im Lauf der spannenden Diskussion hatte Basty Duellmann Gelegenheit, insbesondere auf zwei brennende Probleme der Selbstständigen einzugehen – nämlich die noch immer fehlende Rechtssicherheit im Bezug auf den Status ihrer Selbstständigen in Deutschland und die weiterhin immer dringlicher werdende Frage nach einer Rentenabsicherung oder Altersvorsorge für die Selbstständigen. Im Verlauf der Gespräche wurde an dem Abend sehr schnell klar, dass sich solch komplexe Themen nicht an einem Abend klären lassen – entsprechend wurde für den kommenden April bereits ein weiteres Gespräch anberaumt, zu dem Tabea Rößner MdB einladen wird.

Parlamentarischer Abend der Grünen in Berlin: Prof. Dr. Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Katrin Göring-Eckardt, MdB und Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die GRÜNEN in der Bundestagsfraktion


Viel Konsens, aber auch gegensätzliche Positionen beim Fachgespräch über das Thema Selbstständigkeit und soziale Absicherung 

Offenbach, 10.04. 2017: Zu einem Fachgespräch traf man sich in der vergangenen Woche im Jakob-Kaiser Haus des Deutschen Bundestages in Berlin, um über Themen wie soziale Absicherung, Rente und Scheinselbstständigkeit zu sprechen. Für die isdv war Marcus Pohl anwesend, vom Bund der Selbstständigen BDS Deutschland waren die Präsidentin Frau Liliane Gatterer, der Referent für Politik und Kommunikation Tim Wiedemann sowie Frank Bösemüller vom Landesverband Sachsen anwesend, dazu Kerstin Tammling vom Deutschen Bundesverband Informationstechnologie für Selbstständige e.V. und Christoph Bäumer von der MIB Mittelstands- und Industrieberatung GmbH. Von Seiten der GRÜNEN nahmen deren rentenpolitischer Sprecher Markus Kurth MdB und Dr. Thomas Gambke MdB, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und im Finanzausschuss, teil.

Thema der Runde war ein gemeinsames Positionspapier der ISDV in Zusammenarbeit mit BDS Deutschland, VGSD, AGD, BDÜ, BvS, ASR, ADESW, ATICOM, BDE und dem Taijiquan Qigong Netzwerk Deutschland

In weiten Teilen herrschte Konsens bei den Themen der sozialen Absicherung für Selbstständige. Dennoch stellten sich im Lauf des Gesprächs auch unterschiedliche Positionen heraus – insbesondere bei den Fragen der Umsetzung. Währende die Vertreter der Selbstständigen weitestgehend Autonomie für ihre Mitglieder wünschen, präferierten die Vertreter der GRÜNEN eine Absicherung nach dem Vorbild der DRV. Langfristig könne so ein Modell auch auf zwei Säulen aufgeteilt werden, in Form einer Basisabsicherung durch die DRV und eine Zusatzabsicherung durch eine private Vorsorge der Selbstständigen. Auch über die Option eines berufsständischen Versorgungswerkes wurde beraten.

Kontrovers diskutiert wurde grundsätzlich das Thema der Scheinselbstständigkeit – insbesondere Markus Kurth und Dr. Gambke äußerten sich hier kritisch hinsichtlich der Finanzierbarkeit einer Absicherung für Selbstständige. Auf die Frage nach der Fälligkeit des Arbeitgeberanteils entwickelte Marcus Pohl ein Modell mit einem reduzierten Anteil von etwa 25 Prozent des Einkommens und einem Verzicht des Arbeitgeberanteils für alle Selbstständigen. „Damit wären alle Selbstständigen von Anfang an versichert und mit einer kalkulierbaren und verträglichen, finanziellen Belastung konfrontiert. Die Höhe der Beiträge wäre zudem den realen Einkommensschwankungen angepasst und somit stemmbar – ganz anders als die sonst rund 40%, die sich beim herkömmlichen Rentenmodell Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, von Selbstständigen aber alleine aufgebracht werden müssten.“ Dieser Vorschlag sorgte insbesondere bei Dr. Gambke von den GRÜNEN für großes Interesse. „Ein interessanter und zu überdenkender Punkt“, über den bislang noch nicht nachgedacht wurde.

Erwartungsgemäß konnte natürlich das Thema der Alternativen zur DRV nicht abschließend geklärt werden, dazu ist die Thematik zu umfassend und Komplex. Es konnte jedoch Verständnis für die unterschiedlichen Wünsche und Anforderungen geschaffen werden. Insbesondere eine Prüfung und Verbindlichkeit stellt die Vertreter der GRÜNEN noch vor Probleme. Markus Kurth meint:

„Um zu überprüfen, ob sich Selbstständige ausreichend Absichern, sei es durch private Versicherungen Immobilien oder andere Modelle, bedürfte es eines absurd hohen Aufwandes, man müsste womöglich eine eigene Behörde dafür schaffen, was wiederum mit hohen Kosten verbunden wäre. Demgegenüber hat sich das bestehende System trotz aller Finanzkrisen bisher bewährt“,

Ausdrücklich gelobt wurde abschließend das Engagement der Verbände und das gemeinsame Positionspapier – auch wenn man hier nicht in allen Belangen Übereinstimme. „Es gibt viele Details, die wir uns nun zusammen genauer ansehen werden“ versprachen Markus Kurth und Dr. Gambke.

Für Marcus Pohl von der ISDV zeigte sich insbesondere, dass die BAGSV, die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände, ein wichtiger und guter Schritt in die Richtige Richtung ist. „Fast alle Verbände, die an dem Positionspapier mitgewirkt haben, waren auch an der Gründung der BAGSV beteiligt.“


Selbstständig sein ist mehr als nur ein Jobmodel – sondern auch ein Stück Lebensphilosophie

Offenbach, 26.04.2017: Ende Mai 2017 trafen sich zum wiederholten Male Vertreter von Bündnis90 / Die Grünen, die ISDV sowie rund 20 weitere Teilnehmer aus den Sparten Film, TV, Musik, von der Gewerkschaft verdi und weitere Vertreter von Verbänden im Berliner Bundestag. Die ISDV wurde dabei durch Marcus Pohl und Basty Duellmann vertreten, von Seiten des Bündnis90 / Die Grünen waren Dr. Anton Hofreiter (MdB und Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Ulle Schauws (MdB), Tabea Rößner (MdB und Sprecherin für Medienpolitik, Kreativwirtschaft und digitale Infrastruktur der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen) anwesend. Ebenfalls dabei war die Soziologin und Arbeitsexpertin Lisa Maria Basten.

Dreh- und Angelpunkt der konstruktiven Runde war das Positionspapier des Bündnis 90 / Die Grünen, in dem laut einhelliger Meinung der Anwesenden viele, gute Ansatzpunkte zu finden sind. Allerdings darf es dabei nicht darum gehen, aus den Selbstständigen in der Branche einen „freien Angestellten“ zu machen – vielmehr muss der Status der Selbstständigen auch als ein Stück Lebensphilosophie gesehen und akzeptiert werden.

Die Absicht des Bündnis 90 / Die Grünen, die Verbände und ihre Arbeit durch staatliche Mittel zu stärken, wurde verständlicherweise von den Vertretern der Kreativwirtschaft einhellig begrüßt. Im Gegenzug dazu verpflichten sich die Verbände zur Kooperation, Vernetzung und bieten ihren Mitgliedern Schulungen und Unterstützung im Rahmen ihrer Selbstständigkeit.

Da noch nicht allen Teilnehmern des Treffens die BAGSV (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände) bekannt war, nutzten Marcus Pohl und Basty Duellmann erneut die Gelegenheit, auf diese Initiative aufmerksam zu machen.

Die ISDV zieht abschließend ein größtenteils positives Feedback, weist aber dennoch auch auf weitere, noch offene Baustellen hin. „Drohende Scheinselbstständigkeit stellt immer noch ein riesen Problem für die Selbstständigen dar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“ stellt Marcus Pohl fest. Eine klare Absage erteilt Pohl zudem der Diskussion um Mindestlöhne für die Veranstaltungswirtschaft. „Sowas mag einem freien Künstler helfen, unter Allen anderen der Branche würde so ein Modell jedoch nur dazu führen, dass bald eben nur noch der Mindestlohn bezahlt wird“ resümiert Pohl.

„Es bleibt dabei – es besteht noch an vielen Stellen Handlungsbedarf, auch wenn bereits viele, gute Ansätze sichtbar sind. Wir hoffen, dass Frau Ministerin Rößner nun unsere Anregungen mitnimmt.“

Am Rand der Veranstaltung wurde zudem vereinbart, dass die ISDV und die Arbeits- und Sozialexpertin Frau Basten in Zukunft eng zusammenarbeiten wollen.

ISDV beteiligt sich an der Gründung der „Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände“ (BAGSV)

Bereits Mitte Februar trafen sich gut 20 Vertreter von Selbständigenverbänden der unterschiedlichsten Brachen in Berlin. Die dem Treffen zugrunde liegende Idee war, die Kräfte zu bündeln und eine Basis für eine enge Zusammenarbeit zu legen.

Die „Bundesarbeitsgemeinschaft Selbständigenverbände“ (BAGSV) hat zum Ziel, als Ansprechpartner für Politik, Presse und Öffentlichkeit zu fungieren. Damit soll die Position der Selbständigen in der Politik etabliert werden.
Es sprechen zukünftig nicht mehr Arbeitnehmerverbände/Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände mit den Parteien über die Themen der Selbständigen, sondern die Selbständigen sprechen für sich. Der Zusammenschluss vertritt insgesamt über 100.000 Selbständige in einem breiten Portfolio an Branchen.
Koordinatoren der BAGSV sind Victoria Ringleb (AGD) und Dr Andreas Lutz (VGSD). In enger Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Verbänden werden arbeitsrechtliche und sozialpolitische Themen, wie zum Beispiel Scheinselbständigkeit, soziale Absicherung von Selbständigen, zu hohe Krankenkassenmindestbeiträge, Rechtssicherheit für Selbständige u.v.m. bearbeitet.

Zu den Gründungsinitiatoren zählen unter anderem:
– der Verband der Gründer und Selbstständigen e.V. – VGSD
– die Allianz deutscher Designer – ADG
– die Interessensgemeinschaft der selbstständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungswirtschaft e.V. – ISDV
– die Dachgesellschaft Deutsches Interimsmanagement e.V. – DDIM
– die IT-Projektgenossenschaft eG
– der Bundesverband für Honorarärzte e.V. – BV-H
– der Deutsche Bundesverband Informationstechnologie für Selbstständige e.V. – DBITS
– der Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker e.V. – BUH
– die Bauhandwerkerinnen
– der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. – BDÜ

Am 02.Mai findet die nächste Zusammenkunft der BAGSV in Berlin statt. Mittels Positionspapieren und Veranstaltungen und durch bundesweite Aktionen und Beteiligung an Gesprächen soll auch in den beginnenden Wahlkampf eingegriffen werden.

Die Selbständigen erheben sich aus der Subkultur in das Licht der Öffentlichkeit. Die ISDV ist aktiv mit dabei.

Wir. Gemeinsam. Jetzt.

„Best Practice and Knowledge Exchange – Gesetz- und Verordnungskonforme Umsetzung einer Veranstaltung“

Mit diesem Thema wollen wir Euch eine Plattform für Infos und zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch bieten.
Am Beispiel einer Großveranstaltung zeigen wir Anhand von Darstellungen des Promoters, Produktionsleiters, Meisters und SiGeKo´s, wie man mit den Vorgaben der VVO, ArbStättV, ArbZG, UVV und Weiterem maßvoll und sinnvoll umgehen kann, warum man dafür Geld ausgeben muss und warum diese Dinge wichtig sind.

Zielgruppe:
Meister, Eventmanager, Produktionsleiter, Promoter, FASi, technische Leiter, Tourmanager, Eventagenturen, Techniker und alle Interessierte.

Als Fachleute, die Euch Rede und Antwort stehen, haben wir Profis aus den oben genannten Bereichen gewinnen können.

Holger Hübner – Festival Promoter WOA (ICS)
Andy Barth – technische Leitung
Merten Wagnitz . Bühnenmeister
Falco Zanini – SiGeKo und FASi
Björn Papendick – Fliegende Bauten

Veranstalter: ISDV e.V.
Datum: 30.01.2017
Zeit: 13:00 h bis 18:00 h
Ort: IHK-Offenbach, Grosser Saal, Frankfurter Str. 90

Snacks und Getränke sind inklusive.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Netzwerk-Abend im nahegelegenen Restaurant statt.

Tickets können ab sofort unter htttp://isdv.net/anmeldung_event.html

oder per email an events@isdv.net bestellt werden.
Tagungsticket:
für ISDV-Mitglieder: 50,00 EUR (Vorverkauf), 75,00 EUR (bar vor Ort)
für Nicht-ISDV-Mitglieder: 110,00 EUR (Vorverkauf), 135,00 EUR (bar vor Ort)

Zahlungsweise:
Überweisung nach Rechnungsstellung.
Die Tickets sind gem §4 USTG steuerfrei.

3. Mitgliederversammlung der ISDV e.V.

Am 28.11.2016 findet ab 1300 h die 3. Mitgliederversammlung der ISDV e.V. in der Markthalle Hamburg statt (1230 h Check-in).

Alle Mitglieder haben bereits ihre Einladung per Email erhalten.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Die Themen sind spannend. Wir konnten Victoria Ringleb, GF der AGD e.V. dazu gewinnen, uns etwas über den Vergütungstarifvertrag  der selbständigen Designer zu berichten.

Ergebnis des Gesprächs mit Peter Weiß, CDU, MdB, Mitglied im Ausschuss Arbeit und Soziales

Das vorherrschende Thema in dem Gespräch mit Herrn Peter Weiß, MdB, war Scheinselbständigkeit. Wie wir es schon bei Frau Nahles erfahren hatten, war auch bei ihm das Thema ad acta gelegt worden.
Hier bestätigte sich auch die Aussage von Herrn Kai Whittaker, MdB, CDU aus der Podiumsdiskussion im März in Stuttgart. Er sagte bereits, dass die Parteien nicht wissen, wie das Problem zu lösen ist und lassen es deshalb ruhen.
Herr Weiß gab uns die Möglichkeit den Verband vorzustellen und die Funktionsweise unserer Branche zu verdeutlichen.
Er hatte, wie zu erwarten war, davon noch nie etwas gehört und nahm die Informationen mit Interesse auf.
Ein für ihn wichtiger Punkt war, das wir ein Verband von Selbständigen sind, der eine Versicherungspflicht zur sozialen Absicherung befürwortet.
Die Probleme, die der Kriterienkatalog der DRV für unsere Branche bedeutet waren ihm schnell klar und einleuchtend. Ob eine Branchenlösung machbar sein könnten, kann Herr Weiß natürlich nur mutmaßen. Er sieht zu starken Gegendruck der juristischen Seite. Die könnte eine Ungleichbehandlung bedeuten. Aber er sah auch eine Möglichkeit darin.
Die Union sieht in der Frage der Renten-/Sozialversicherungspflicht, ähnlich wie die SPD auch, große Vorteile für die Selbständigen. Zu den Ideen, wie die Belastung der Selbständigen nicht in die Höhe getrieben werden, stehen Vorschläge wie z.B. Steuerfreibeträge im Raum. Diese dienen dann der Kompensation der zusätzlichen Pflichtaufwendungen. Ebenso hat man Mindestbeiträge für eine Grundsicherung im Kopf. Alternativen zur gesetzlichen Rentenversicherung müssen aber nach Peter Weiß auch geschaffen werden. Riester- und Rürup-Versicherungen sind dazu natürlich prädestiniert von ihrer Anlage her, aber auch umstritten im Bezug auf ihrer Effizienz.
Ein weiteres Thema war die Künstlersozialkasse. Ein Konstrukt, das im Grunde das berufsständische Versorgungswerk der Branche sein könnte, allerdings sind die meisten aus der Branche dort nicht zugelassen. Die Überlegung das zu ändern und die KSK zum Sozialversicherer der Branche zu machen, könnte eine Win-Win-Situation für beide Seiten werden, wenn noch weitere Kriterien mit berücksichtigt werden. Herr Weiß ist hierzu bereit den Kontakt zur KSK herzustellen. Das haben wir dankend angenommen.

Wir kamen im Gespräch immer wieder auf die Scheinselbständigkeit zurück. Herr Weiß sagte, dass es sehr viele Strömungen gibt zu der Frage. Zum einen sind Angestellte vom Staat besser zu steuern. Würden alle Menschen selbständig arbeiten, würden sich die bisherigen Arbeitsstrukturen auflösen. Er sieht aber auch, das die Arbeit der Zukunft immer unabhängiger wird. Zumindest in einigen Branchen.
Arbeiten alle Menschen selbständig in allen Berufen, würden sich Arbeitsschutzsysteme und -gesetze selber ad absurdum führen. Zum Beispiel Betriebsräte sind dann nicht mehr möglich. Dagegen werden sich Gewerkschaften und SPD und weiter links stark wehren. Das würde in diesem Land nicht gehen. So sei die Arbeitsstruktur nicht angelegt.
Herr Weiß sieht aber auch, dass die Regelung, wie sie momentan ist, zumindest in unserer Branche mehr Schaden anrichtet, als das ursächliche Problem zu lösen. Schon anhand der von uns angeführten Punkte Ort, Zeit, Teamarbeit – die als KO-Kriterien ausreichend sind für ein DRV Entscheidung für Scheinselbständigkeit – führten ihm die Problematik deutlich vor Augen.

Resultat:
Herr Weiß will uns Gesprächspartner auf dem Zettel behalten. Außerdem wird er für uns den Kontakt zur KSK herstellen, um dort mit den Entscheidern über die Themen soziale Absicherung und Scheinselbständigkeit ins Gespräch zu kommen. Zudem erkundigt sich Herr Weiß über die Reaktivierung der Debatte um die Scheinselbständigkeit im Ausschuss und wird uns mit Informationen über Ideen und Programme in diesem Bezug versorgen. So z.B: die ausgearbeitete Version dessen, was wir im Zeitungsartikel der FAZ gefunden hatten, was der Anlass für diesen Gesprächstermin war.
Viele Dank Herr Weiß. (Bericht von Marcus Pohl, Bild: Büro Peter Weiß)

Treffen mit Peter Weiss, CDU

Am Donnerstag, 29.09.16, findet ein Treffen mit Herrn Peter Weiß, CDU, Mitglied im Ausschuss Arbeit und Soziales, statt.
Thema wird, wie schon im Juli 2016 von uns gemeldet, die soziale Absicherung von Selbständigen sein und der Vorschlag der CDU dazu.
Wir sind gespannt und freuen uns auf ein konstruktives Treffen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/was-wird-aus-der-rente/altersvorsorge-pflicht-fuer-selbstaendige-von-union-geplant-14336450.html

Foto: © Peter Weiß/Claudia Thoma

ISDV vor Ort. Morgen, 23.09.16 in Hamburg zur LiveMusikKommission (LiveKomm)/Reeperbahnfestival

ISDV vor Ort.
Morgen, 23.09.16 in Hamburg zur LiveMusikKommission (LiveKomm)/Reeperbahnfestival.

Workshops zum Thema
„Vorsicht Scheinselbstständigkeit – Umgang mit Freien Mitarbeitern“.

Es diskutieren:
Stephan Benn (Justiziar KLUBKOMM)
Annette Nießer (Concertbuero Franken, Hirsch, Nürnberg)
Sebastian Duellmann (2. Vorsitzender, ISDV)

WANN:
23.09.16, 15:45 – 16:45 Uhr
WO:
La Yumba, Kastanienallee 9, 20359 Hamburg

Offen für Jedermann. Kommt vorbei und redet mit.

Vectorworks Deal für ISDV-Mitglieder nur noch bis 10.09.16

Nur noch bis 10.September:

ISDV-Mitglieder-Deal für Vectorworks-Software.

Die ISDV hat für ihre Mitglieder Sonderkonditionen für den Erwerb der CAD Software Vectorworks vereinbart. ISDV Mitglieder erhalten als Neukunden beim Erwerb von Vectorworks Spotlight oder Designer einen Rabatt von 15% auf den Listenpreis, bei Abschluss eines Service Select Vertrages mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten.
Bestehende Anwender erhalten 10% Nachlass auf das Update von Vectorworks Spotlight oder Designer, wenn sie in einem laufenden Service Select Vertrag sind.

Diese Aktion ist zeitlich befristet und gilt vom 01. August bis zum 10. September 2016.

Das Angebot gilt ausschließlich für deutsche Versionen von Vectorworks Spotlight oder Designer.

Für die Bestellung fordern die Fachhändler einen Nachweis über geleistete Mitgliedsbeiträge in der ISDV.

Weitere Informationen zu Vectorworks und eine Übersicht der Fachhändler gibt es unter: www.computerworks.de

1. offene Forum Bielefeld

Jan Mathuis läd ein zum ersten offenen Forum Bielefeld am 06.09.16 ab 1800 Uhr.

Location: Black Rose (Heeper Str. 52, 33607 BI)

Anmeldungen bitte an: jan_mathuis@gmx.de oder info@isdv.net.
Natürlich kann man auch spontan ohne Anmeldung teilnehmen.

Wie immer sind Mitglieder, aber auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen.
Kommt vorbei und lernt in lockerer Runde die ISDV kennen, stellt Fragen wenn ihr welche habt und lernt Leute aus Eurer Umgebung kennen.
Wir freuen uns auf eine neue Runde.

https://www.facebook.com/events/1797351997189623/